Der Sender ist im Café installiert und reicht bis ans Hafenbecken. Bitte erfragt das Passwort an der Theke. Es gibt im Café eine freie und zugängliche Steckdose in der Raumecke hinter den hohen Tischen. Sollte die Verbindung einmal nicht funktionieren, freuen wir uns über eine kurze Mitteilung darüber, damit wir einen eventuellen Defekt schnell beheben können.
ProjectM ist ein 2003 gegründetes international bekanntes Creative Summer Camp, geleitet von John Bielenberg. Jedes Jahr finden die Camps an neuen, spannenden Orten statt wie etwa New Orleans, Ghana, Island oder Alabama – dieses Jahr kommt ProjectM nach Frankfurt Rhein Main, genauer gesagt auf die Hafenmole Offenbach.
Die Grundidee hinter ProjectM ist das sogenannte “Thinking Wrong”, bewusst außerhalb der Box zu denken um Denkmuster zu hinterfragen. John Bielenberg ist der Überzeugung, daß mit kreativem Denken die Welt verändert werden kann. 40 junge Kreative aus aller Welt werden für zwei Wochen in einer eigens aufgebauten Containerstadt am Hafen Offenbach leben, arbeiten und kollaborativ Projekte entwickeln.
Passend zum Standort ist das diesjährige Thema “Re-Invention“. Im Schatten der Bankentürme sollen kreative Gegenentwürfe und neue Ansätze entwickelt werden. Die provokante Fragestellung: können kreative Denker Alternativmodelle bereitstellen? Kann Design und Kreativität die Welt retten? FrankfurtRheinMain als internationaler Finanzhub bietet auf jeden Fall Angriffsfläche und Inspiration für diese kontroverse und spannende Auseinandersetzung.
interim.projekte 26.10: "Hamburg Gießen Offenbach"
Die Ausstellung ist das erste gemeinsame Projekt des jungen Kuratorinnenteams ( Anna Bechtloff, Barbara Druener und Karolina Kowalczyk unter Leitung von Andrea Weiss ) im Hafen 2. Die Vernissage hat mit großer Zustimmung am Fr., den 30. Juli 20 Uhr, in der Galerie im Obergeschoss des Hafen 2 stattgefunden.
Ausstellungsdauer: 31. Juli bis 19. September. Öffnungszeiten: Sa und So 14 bis 18h sowie nach Vereinbarung.
Drei künstlerische Positionen befassen sich auf verschiedene Weise mit städtischem Raum, dessen Wahrnehmung und der Intervention in und mit diesem.
Zu den Künstlern:
Katja von Puttkamer *1961 in Greven/Westfalen
Katja von Puttkamer malt Stadtansichten, die von farbigen Fragmenten auf Holztafeln und subjektiven Momentaufnahmen
bis hin zum Tafelbild reichen.
www.kvp.quadratur-webdesign.de/katjavonputtkame/Home.html
Florian Tuercke *1977 in Nürnberg
Für sein Projekt Urban Audio tourt Florian Tuercke durch Deutschland, um mit speziell konzipierten Instrumenten den Verkehrslärm der Landeshauptstädte in musikalische Klänge zu übertragen.
www.stadt-akustik.de/presseinfo.html
Daniel Stern *1981 in Diez an der Lahn und Marcus Morgenstern *1985 in Offenbach
Gemeinsam schaffen sie als sternmorgenstern Raumskulpturen, die begehbare Konstruktionen und vergängliche Gebilde, solide und filigran zugleich sind. Deren Entstehungsprozess, durch Film festgehalten, erzählt von stetem Wandel als Konstante.
www.sternmorgenstern.de
mehr Informationen zu den Ausstellungen der interim.projekte finden Sie unter:
Ausstellungsreihe words&sounds #VI.
Paul Kramer
25. September bis 31. Oktober 2010
Zur Ausstellung:
Nach der Sommerpause meldet sich die Reihe „words&sounds“ zurück und präsentiert im Kunstraum des „Hafen 2“ Arbeiten des jungen kanadischen Künstlers Paul Kramer. 1979 in Kitchener (Kanada) geboren, studiert Paul Kramer derzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Christian Jankoswski (Video, Performance und Installation).
Unter einem Tinnitus-Ton versteht man jenes unangenehme Dauerrauschen oder Pfeifen im menschlichen Innenohr. Hört jeder Mensch seinen eigenen Tinnitus-Ton? Gibt es demnach unterschiedliche Tinnitus-Töne und lassen sich jene Störgeräusche in eine melodische Komposition integrieren? Fragen wie diese waren Ausgangspunkt für eine neue Serie an Installationen, die Paul Kramer gegenwärtig in Zusammenarbeit mit Tinnitus betroffenen Personen entwickelt. Seine am Computer künstlich erzeugten Tinnitus-Töne lässt er in eine eigens für die Ausstellung geschaffene Sound-Installation einfließen.
Was ein Konzert oder eine Tonaufnahme für den Hörer zum Klangerlebnis werden lässt, damit setzte sich der Künstler bereits in seinen früheren Arbeiten auseinander, etwa bei der Realisierung der Audioarbeit „Song Cycle“ als auch bei der Videodokumentation „File No.1“. Eine Auswahl an Arbeiten des Künstlers aus den Jahren 2006-10 versammelt die kommende Einzelschau im Hafen 2.
Kuratorin: Hortense Pisano, Buket Altinoba (Assistenz)
Zum Künstler:
CV
Paul Kramer
*1979 in Kitchener, Canada
lebt und arbeitet in Stuttgart, Deutschland
1999 - 2002 Graphic Design, Conestoga College, Kitchener, Kanada; 2005 Fine Art at the Stuttgart State Academy of Art and Design,Prof. Christian Jankowski; 2006 Frames Per Second, Bahnhofsturm, Stuttgart Multimedia Performance, Fluctuating Images Stuttgart; 2007 In Cync, Galerie Stihl and Kunstschule Waiblingen, Germany The Notebook Show, PLAySPACE, San Francisco, CA; 2008 Play It, Stuttgarter Messe, Stuttgart Aersol Lidar, (multimedia performance) with Kamil Goerlich, Galerie Stihl and Kunstschule Waiblingen, Germany; Institute of Social Research and the Discovery of Art God, Richmond Art Center, Richmond, CA; Institute of Social Research and the Discovery of Art God, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, Germany; 2010 Hafen 2 Kunstraum, Offenbach am Main, Germany; Watch the Peep, POW Hamburg, Germany
Scholarships / Grants:
DAAD grant for ISR and the Discovery of Art God
German National Academic Foundation
kurzer Text:
Viele wünschen sich schon lange die Realisierung eines Programmkinos in Offenbach - hier ist es. In der Werkstatt entsteht bis zum ersten Oktober ein komfortabler und ästhetischer Rahmen für einen freitäglichen Filmbetrieb. Die Vorführungen beginnen um 20 Uhr, Einlass ist jeweils um 19h30. Die Eröffnung startet bereits um sieben, da sie mit Live-Musik, feierlichen Reden, der ersten Film-Vorführung und schließlich einer Party ein abendfüllendes Programm bietet. Der Eintrittspreis ist an allen Freitagen fünf Euro. So auch heute für das Eröffnungsfest mitsamt dem Konzert von Tess Wiley. Wer sie vor zwei Jahren auf der Open Air Bühne gesehen hat, wird sich freuen. Ach ja, der erste Film: Ich und Du und Alle, die wir kennen (Miranda July, 2005).
Die Filmtermine bis Jahresende sind bereits in der Programmübersicht eingepflegt, Trailer und Bilder folgen.
wer es genauer wissen möchte:
nach einer wundervollen Open Air Kino Saison freuen wir uns, verkünden zu können:
am 01. Oktober eröffnet im Hafen 2 das Hafenkino. Ein Programmkino wie es sich viele schon lange wünschen. Jeden Freitag schönste Filme!
Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschieden, das vielfältige Angebot des Offenbacher Kulturbetriebs um eine weitere Facette zu ergänzen. Nachdem das Hafen 2 Open Air Kino in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution im sommerlichen Offenbach avancierte, gab der besondere Erfolg dieses Sommers den Ausschlag, den Filmbetrieb auch auf die kalten Monate auszuweiten: Die Vorstellungen waren außerordentlich gut besucht und die Presseberichterstattung zahlreich und durchweg positiv. Besonders erfreulich war die Vielfalt des Publikums. Es waren Gäste jeden Alters vertreten und dank der heterogenen Filmauswahl fühlten sich verschiedenste Zielgruppen eingeladen. Diese gute Bilanz nehmen wir zum Anlass, uns voller Vorfreude an den Ausbau der Werkstatt-Halle zu machen, um so Kinoatmosphäre im ehemaligen Lokschuppen zu kreieren. Denn das Vorhaben ist ehrgeizig: Es geht nicht nur darum, ein paar Filme vorzuführen, sondern ein Programmkino in Offenbach zu etablieren und damit eines der gravierenden Defizite im kulturellen Angebot unserer Stadt auszugleichen. Der Kinosaal wird viele bequeme Sessel haben, die Raumakustik wird adäquat modifiziert und eine nagelneue, große Projektionsleinwand installiert, um unseren Gästen den Charme und die Qualität zu bieten, die einen Kinobesuch so besonders machen.
Warum? Seit Jahren sehnen sich viele Offenbacher nach einem Filmerleben abseits der gängigen Blockbuster-Maschinerie, das geprägt ist von der Intimität und der Aura eines besonderen Ortes, der eines Programmkinos. Ein Ort, der dazu einlädt, Filme wieder und neu zu entdecken und der die Cinephilie als Kulturtechnik zu entfachen imstande ist. Ein Programm, das sich andererseits nicht ausschließlich der cineastischen Hochkultur verschreibt - dazu sind auch wir und unser Publikum Hollywood schon zu sehr bewundernd verfallen. Das merkten wir ja bereits bei der jetzigen Filmauswahl. Die internen Diskussionen, welcher Film unbedingt dabei sein muss und welcher nicht, regten auch dazu an, über die vielen vergessenen Filme intensiv nachzudenken, sich an bestimmte Gefühle und Szenen zurück zu erinnern, die damals im Kinosaal bewegten. Solche bewegende Bilder sollen nun hier entstehen. So kommt hier auf die Leinwand, was jenseits aller Kategorisierung dringend, mutig, zeitlos ist. Und wunderschön.
Miteinander cineastische Erfahrungen zu teilen, sie zu diskutieren oder darüber zu schreiben, all das ist es doch, was lebendige Kinokultur im Kern ausmacht. Film als Praxis zu betreiben; wir sind überzeugt, dass Offenbach so etwas gut zu Gesicht stehen wird. Für uns, für Sie und vor allem für die Liebe zum Kino. Wir freuen uns sehr auf das, was da kommen mag... zunächst natürlich auf den Eröffnungsabend unseres Hafenkinos: Freitag, 01.10.2010 ab 19:00 Uhr mit Livemusik und allerlei Festlichkeiten. Die Halle wird zum Kinosaal, Ich und du und alle, die wir kennen wird der Eröffnungsfilm!
Zum Programm: das ist uns wahrlich nicht leicht gefallen. Die Eröffnungsauswahl für das Hafenkino. Was muss da nun alles rein? Im festen Vertrauen in unsere Lieblinge wie Hitchcock, Bergman, von Trier oder Haneke haben wir zunächst das aktuelle Kinogeschehen etwas außer Acht gelassen. Nach Austausch diverser Filmlisten, nächtelangen Materialsichtungen und Kontroversen erinnerten wir uns daran, dass der Blick auf das Filmschaffen der letzten Jahre ebenso lohnenswert ist. Insbesondere ein Blick auf Filme, die in der Flut von Veröffentlichungen vielleicht etwas untergegangen sind. Wir wollen mit dieser ersten Auswahl auf eben solche Filme hinweisen und sie gebührend im Hafenkino würdigen: Ich und du und alle, die wir kennen, Brügge sehen... und sterben?, Die Royal Tenenbaums und der großartige The Hurt Locker sind solcherlei Schätze, die nochmals ein größeres Publikum verdient haben. Und vor allem sind es Filme, die eine große Leinwand brauchen, um ihre Magie zu entfalten. Dieses vergangene Kinojahrzehnt war in der Revue doch sehr bemerkenswert. So gelang es Ang Lee mit Brokeback Mountain, Sehnsucht und Leidenschaft so zu veranschaulichen, dass dies wohl ewig gültig bleibt. Ganz zu schweigen von David Lynch, der mit Mulholland Drive tatsächlich sein bis dato schon einzigartiges Schaffenswerk vollends krönte. Um ein paar ältere Filmklassiker kommen wir dann aber doch nicht herum: Kubricks Dr. Seltsam, Hitchcocks Der unsichtbare Dritte und Der Stadtneurotiker von Woody Allen, sie alle stehen maßgeblich für eine ganz eigene, herausragende Art des Filmemachens. In ihren unterschiedlichen Genres schufen sie mit diesen Arbeiten dekadenübergreifende Meisterwerke, die bis heute Bezugspunkte für alle Filmschaffenden sind.
Ach ja, und dann haben wir doch noch zwei unserer absoluten Lieblinge untergebracht: Michael Haneke mit Die Klavierspielerin und Paul Thomas Andersons Opus Magnum There Will Be Blood, für uns die nachhaltigste Kinoerinnerung des vergangenen Jahrzehnts. Und natürlich: Dirty Dancing!
Auf das Hafenkino! Wir heißen Sie auf das Herzlichste willkommen.
Mit (merklicher) Vorfreude,
Daniel Brettschneider für den suesswasser e.V.